Rezension zu „Ich, Eleanor Oliphant“ von Gail Honeyman

5 von 5 möglichen Sternen

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Erschienen als gebundene Ausgabe (20) und als ebook (15,99) im Bastei Lübbe Verlag am 24.04.2017.

Kurze Inhaltsangabe: Wir begleiten den Roman über Eleanor, eine junge Frau mitten im Leben. Sie hat ein schwieriges Verhältnis zu ihrer Mutter und auch eine schwere Vergangenheit zu verdauen. Dadurch ist sie nahezu weltfremd und nicht in der Lage soziale Kontakte zu knüpfen. Für sie gibt es nur ihre tägliche Routine. Arbeit, Essen, vielleicht noch etwas lesen und dann trinken (Alkohol). Ändern tut sich das ab der Begegnung mit Raymond (etwa zum Beginn des Romans) und ab dieser Stelle steigen wir als Leser mit ein.

Eleanor Oliphant: Eleanor ist definitiv nicht die typische Hauptprotagonistin. Anfangs hatte ich sogar den Eindruck, dass sie komplett weltfremd ist! Durch bestimmte Bekanntschaften fängt sie langsam an richtig zu leben. Sie geht auf Feiern, begegnet neuen Freunden und verbringt nicht mehr die Abende allein zu Hause. Auch probiert sie neues aus, wie eine neue Frisur, oder besucht ein Nagelstudio. Sie beginnt also ein neues Leben voller neuer Dinge und das an der Seite von ihrem neu gewonnenen Kumpel Raymond (ein sehr liebenswürdiger Kerl mit einem unbezahlbar guten Charakter). Abschließend zu Eleanor kann ich nur sagen, dass es mir echt gefallen hat, Eleanors Charakterentwicklung zu lesen, immerhin ändert die den Roman über ihr gesamtes Wesen! Einfach nur unglaublich und davor habe ich großen Respekt.

Meine Meinung: Anfangs hatte ich leichte Probleme mich in Eleanor hineinzuversetzen. Sie hat mich mit ihrer Art einfach zu oft überrascht und verwirrt. Dies hielt aber meist nicht lange und ich begann immer wieder zu verstehen, was sie meint und vor allem warum sie ich verhält, wie sie es eben tut. Diese Lektüre ist teilweise sehr lustig geschrieben und trotzdem hat man diesen beißenden Nachgeschmack. Dadurch, dass Eleanor so wenig vom Leben versteht, entstehen viele lustige Momente im Buch, aber durch die Tatsache, dass der Leser nicht weiß, warum sie sich so benimmt, kann man einfach nicht wirklich mit oder auch über Eleanor lachen. Zumindest konnte ich das nicht. Teilweise hatte ich sogar Angst vor ihr. Sie führt kein einfaches Leben, ist emotional beschädigt und oft habe ich mich davor gefürchtet, was sie wohl als Nächstes machen wird. Im Endeffekt kann ich sagen, dass sie eine unglaublich traurige und furchtbare Geschichte erzählt, gepackt in einem teils lustigen Roman. Einen klaren Pluspunkt bekommt das Buch von mir, da es einige unerwartete Wendungen gibt, die man so gar nicht erwartet.

Mein Fazit: Kein einfaches Buch, das das Leben mit seinen vielen Höhen und Tiefen darstellt und auch wenn es „nur“ fiktive Figuren eines Romans sind, habe ich sie echt lieb gewinnen können!

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